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1857 wurde das Gutshaus an der Stelle eines kleineren Vorgängerbaus errichtet, als aus dem Lichtenberger Vorwerk das selbständige Gut Wendorf entstand. Das Gut ging durch viele Hände: 1871 Carl Meinke, 1900 Albert Tavernier, 1914 Albert Hannemann, 1926 Wilhelm Henning und schließlich 1939 Karl Hegener. Dieser wurde während der Bodenreform enteignet. Das Gutshaus wurde eine Unterkunft für Flüchtlingsfamilien. 1952 ging das Haus in die Rechtsträgerschaft des Rates der Gemeinde über. Danach mussten die Bewohner erstmals Miete zahlen. Bald zogen die Flüchtlinge aus. Nach der LPG-Gründung 1958 zog deren Büro in das Haus ein. In der DDR-Zeit wurde dort auch ein Dorfkonsum eingerichtet. Dabei wurde viel am Haus verändert: Bei der Dacheindeckung verschwanden die Fledermausgauben, Stuckarbeiten wurden von den Wänden geschlagen und Vertäfelungen entfernt. An der Giebelfront wurden einige Fenster zugemauert. Seit 1994 stand das Haus leer. |